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Ping Kinder Golfschlaeger

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Ping ist wieder eine der Golffirmen, die auf die Initiative eines Einzelnen zurück zu führen ist. Im Falle von Ping ist dieser Karsten Solheim. Heute kann Ping bereits auf eine lange Ping 1Firmengeschichte zurück blicken und gehört inzwischen zu den erfolgreichsten Golffirmen weltweit.

Karsten Solheim wurde am 15ten September 1911 in Bergen in Norwegen geboren. Als er noch ein kleines Kind war beschlossen seine Eltern mit der ganzen Familie nach Amerika auszuwandern. Als Karsten Solheim größer wurde, beschloss er zunächst den Beruf seines Vaters, welcher Schuster war, zu ergreifen. Daher erlernte er das Schusterhandwerk. Doch schnell stellte sich heraus, dass Karsten Solheim wesentlich mehr Interesse an technischen Dingen hatte denn an Schuhen.

1936 heiratete Karsten Solheim Louise. Gleich danach begann er im Bereich des Flugzeugbaus zu arbeiten. Durch den zweiten Weltkrieg entstand hier ein großer Bedarf an Arbeitskräften, welcher Karsten Sollheim und seinem technischen Interesse sehr zu gute kam.

1953 war er bereits Ingenieur und wechselte zur Firma General Electric. Dies ist auch das Jahr, welches später sein Leben entscheidend prägen sollte, denn in diesem Jahr nahm er das erste Mal einen Golfschläger in die Hand. Schnell entstand eine große Begeisterung bei Karsten Solheim für diese Sportart und er entwickelte sich rasch zu einem ambitionierten Golfspieler.

Doch Karsten Solheim hatte von Beginn seiner golferischen Laufbahn an Probleme mit dem Putten. Daher begann er 1959 in seiner Garage einen eigenen Putter zu entwickeln und zu bauen. Diesen brachte Karsten Solheim, als er mit dem Ergebnis zufrieden war, als Ping 1A Putter auf den Markt. Die Bezeichnung Ping kommt von dem Geräusch, welches der Schläger machte, wenn er auf den Ball traf.

Zwar war dieser erste Putter von Ping keine Schönheit und viele störten sich an seinem Aussehen, doch jeder der ihn einmal für sein Spiel Ping 2benutze war begeistert. So sprach es sich in Golferkreisen rasch herum, dass der Putter von Karsten Solheim eine große Spielverbesserung mit sich brachte und als sogar die ersten Zeitschriften diesen Ping Putter in den höchsten Tönen lobten entstand eine immense Nachfrage nach diesem Putter.

1961 zog Karsten Solheim mit der ganzen Familie um. Sie zogen von Kalifornien nach Arizona und da Karsten Sollheim seine Schläger selbst produzierte, zog die Firma natürlich mit. Zwar war die Nachfrage nach den Ping Puttern inzwischen fast nicht mehr zu decken, dennoch bestand Karsten Solheim darauf sie auch weiterhin in seiner Werkstatt selbst herzustellen.

1967 kündigte Karsten Solheim seinen Job bei General Electric und gab sich ab sofort voll und ganz der Entwicklung und Herstellung seiner Putter und der Weiterentwicklung seiner Firma Ping hin.

1961 brachte Karsten Sollheim seinen ersten Eisenschlägersatz auf den Markt, dem er den Namen 69 gab, nach einer seiner Meinung nach ausgezeichneten Platzrunde. Auch mit den Eisen konnte Karsten Solheim einmal wieder den Golfmarkt revolutionieren und seine Eisen erfreuten sich großer Beliebtheit.

Ping 31966 kam Karsten Solheim wie ein Geistesblitz die Idee für einen neuen Putter. Dieser wurde unter dem Namen Anser bekannt und bekam mit Recht einen Platz in den Büchern der Geschichte des Golfsports. Anser sollte ursprünglich Answer heißen, doch so viel Platz war auf dem Putter nicht, weshalb es dann zu Anser kam. Ein Putter, der das Putten revolutionierte. Sowohl Profi- als auch Hobbyspieler rissen sich diese Putter regelrecht aus den Händen.

Doch im gleichen Jahr sah sich Ping nicht nur mit diesem Erfolg konfrontiert, sondern gleichzeitig auch mit einem großen Problem. Die Golforganisation USGA strich alle Ping Schläger, mit Ausnahme des Anser, von der Liste für zugelassene Golfschläger.

1967, in dem Jahr, als er auch seinen Job kündigte, gab Karsten Sollheim seine private Werkstatt endlich auf und zog mit seiner Firma in ein Fabrikgebäude.

In den 70er Jahren machte sich Karsten Solheim sämtliche technischen Neuerungen zu nutze und es gelang ihm problemlos, immer mit den neuesten und besten Schlägern auf den Markt zu gehen. Er kaufte sogar Anteile an Gießereien und Spezialfirmen, um die gleich bleibend ausgezeichnete Qualität seiner Produkte zu sichern. Zudem unternahm Karsten Solheim eine große Reise durch die ganze Ping 4Welt, um den Namen Ping überall bekannt zu machen, was ihm auch mit großem Erfolg gelang.

In den 80er Jahren fing Ping an, auch andere Golfprodukte herzustellen und sich nicht nur auf Golfschläger fest zu legen, auch wenn das natürlich nach wie vor im Vordergrund stand.

1991 wurde der Solheim Cup ins Leben gerufen, ein Turnier, das mit dem Ryder Cup zu vergleichen ist, jedoch von den Damen unter den Golfern bestritten wird. Ab diesem Jahr wurde dieses Turnier alle zwei Jahre ausgetragen.

Auch in den 90er Jahren brachte Ping immer neue Produkte auf den Markt, wobei sie stets darauf achteten, dass die Qualität gleich hoch blieb. Karsten Solheim litt inzwischen an der Parkinson Krankheit und musste 1995 den Betrieb an seinen Sohn übergeben.

Im Jahr 2000 sorgte Ping erneut für Schlagzeilen, als sie als erste Firma mit der ISO-9000 Zertifizierung ausgezeichnet wurden, einer Auszeichnung, die für weltweit höchsten Qualitätsstandart steht. Leider musste Ping in diesem Jahr auch noch einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen als Karsten Solheim verstarb.

Doch Ping machte im Sinne von Karsten Solheim weiter und sie brachten auch weiterhin beinahe jedes Jahr revolutionäre Produkte auf den Markt. Bis heute gehört Ping zu den führenden Golffirmen weltweit und kann auf eine beeindruckende Geschichte zurück blicken.