Ausbessern von Pitchmarken
Das korrekte Ausbessern von Pitchmarken ist sicherlich keine Wissenschaft, dennoch wird es leider immer noch häufig falsch, oder sogar gar nicht, gemacht. Daher haben wir einmal
zusammengefasst, wie man eine Pitchmarke korrekt ausbessert.
Wichtig ist hierbei, dass eine Pitchmarke relativ schnell wieder behoben wird. Denn eine Pitchmarke, welche bereits in den ersten fünf Minuten nach ihrem Entstehen ausgebessert wird, hat bereits nach 24 Stunden wieder ihren Urzustand erreicht. Jedoch eine Pitchmarke, welche erst nach 10 Minuten repariert wird, benötigt bereits bis zu 15 Tagen um sich zu regenerieren. Daher gilt, Pitchmarken nach Möglichkeit sofort ausbessern, denn jeder Golfer freut sich über einen ordentlichen Golfplatz.
Doch um eine Pitchmarke ausbessern zu müssen, muss zunächst diese einmal entstehen. Dies passiert, indem der
geschlagene Golfball aus der Höhe auf ein Grün auftritt. Dadurch werden die oberen Bodenschichten des Grüns an die Ränder des Einschlaglochs gedrückt, so dass es wie eine Vulkanöffnung aussieht. Es faltet sich die Grasnarbe auf und es entstehen rund um das Einschlagsloch herum Erdaufwerfungen. Normalerweise sind diese Aufwerfungen in Richtung der Flugkurve des Golfballs höher und ausgeprägter. Fällt der Golfball direkt von oben herab, so sollten die Aufwerfungen rund um den Ball herum in etwa gleich sein. Trifft der Ball sehr schräg auf, so sind die Aufwerfungen in Richtung Flugkurve wesentlich höher.
Nun ist also eine Pitchmarke entstanden und um den nachfolgenden Golfern wieder ein perfektes Grün zu hinterlassen, bessert ein ordentlicher Golfer diese natürlich aus. Hierfür wird eine Pitchgabel benötigt, welche in jedem Golfshop zu haben sein sollte und zu einer ordentlichen Golferausrüstung in jedem Fall dazu gehört.
Der erste Schritt zur Ausbesserung ist nun, die Pitchgabel in einem schrägen Winkel kurz hinter der Pitchmarke einzuführen. Die flache Seite der Pitchgabel zeigt hierbei in Richtung der Aufwerfung.
Als zweiten Schritt wird die Pitchgabel vorsichtig nach vorne, also in Richtung der beschädigten Stelle, gedrückt, damit die aufgeworfene und zusammengepresste Bodenschicht in ihre ursprüngliche Position auf dem Grün zurück bewegt wird. Um einen besseren Erfolg zu erzielen, können dabei auch leichte seitliche Drehbewegungen ausgeführt werden.
Als dritter Schritt folgt nun das gleiche Vorgehen rund um die entstandene Markierung mit allen Aufwerfungen, so dass sich die beim Aufschlag des Golfballes entstandene Vertiefung durch die von außen nach innen erfolgenden Bewegungen wieder schließt.
Als vierter und letzter Schritt, und um die Pflege perfekt abzuschließen, nimmt der Golfer nun seinen Putter zur Hand und glättet damit die Pitchmarke.
Werden diese vier Schritte zur Ausbesserung einer Pitchmarke sorgfältig vorgenommen, so ist nach der Ausbesserung von der Pitchmarke nichts mehr zu sehen.
Wichtig ist, dass man nicht Gras und Erde mit der Pitchgabel in Richtung Oberfläche Hebelt um die Markierung zu Schließen. Denn dabei können die Wurzeln des Grases ausgerissen werden und es entsteht mehr Schaden als Nutzen. Ein solches Verhalten führt dazu, dass die Regenerierung wesentlich länger dauert und das Grün für die nächste Zeit geschädigt ist.
Halten sich alle Golfer an das korrekte Ausbessern von entstandenen Pitchmarken, so steht einem reibungslosen Ablauf einer Golfrunde nichts im Wege und jeder Golfer kann einen optimalen Golfplatz genießen.